Unterrichtsangebote

Ganzheitlicher Unterricht

Das Konzept des Ganzheitlichen Unterrichts ist das bedeutsamste Unterrichtskonzept der Schulen für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Es zieht sich fortlaufend durch alle Bereiche und spricht die SchülerInnen auf ihren jeweils individuellen Entwicklungsstufen an. Ihre Gesamtpersönlichkeit wird nicht nur über die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten gefördert, sondern darüber hinaus werden die Lebens- und Alltagswirklichkeit in die Schule hereingeholt. Das höchst mögliche Maß an Selbstverwirklichung durch den Erwerb von Handlungskompetenz soll so von allen SchülerInnen erfahren werden. So oft wie möglich werden daher auch die konkreten Lernorte außerhalb des Schulgebäudes (Einkaufszentren, öffentliche Einrichtungen, Kirchen, Wald, etc.) aufgesucht, um dort vielfältige, konkrete und lebensbedeutsame Lernerfahrungen sammeln zu können.
Weg und Ziel dieses Unterrichtskonzeptes und noch immer ein wenig Utopie ist die soziale Integration.

Das Konzept des Ganzheitlichen Unterrichtes geht davon aus, dass Menschen in Sinnganzheiten mit für sie individueller Bedeutung und eigenem Lebensbezug lernen. So erwirbt jeder Mensch eine Handlungskompetenz, die ihn zur Bewältigung und Gestaltung seiner persönlichen Alltags- und Lebenswirklichkeit befähigt.
Im Ganzheitlichen Unterricht werden diese Sinnganzheiten, die sich aus dem Entwicklungsstand, der Interessenlage sowie der Lebensbedeutsamkeit aller SchülerInnen einer Lerngruppe ergeben, unter entwicklungslogischen Aspekten aufbereitet.


Unterrichtsformen des ganzheitlichen Unterrichts sind:

Projektunterricht: Die SchülerInnen wählen sich selbst eins der angebotenen Projekte aus und gestalten maßgeblich selbstbestimmt dessen Realisierung (z.B. Wellness, Zirkus, Theater, Töpfern, Malen, Tanzen).
Vorhabenunterricht: Ein Lerngegenstand wird unter den oben genannten Prinzipien für eine Lerngruppe aufbereitet und den Förderplanrichtlinien entsprechend realisiert, z.B. „Wir fahren auf Klassenfahrt“, „Rund um den Apfel“, „Wir schöpfen Papier“.
Lehrgänge: In Lerngruppen, die nach bestimmten Kriterien zusammengestellt sind (z.B. eine interessengeleitete Arbeitsgemeinschaft, ein leistungshomogener Kurs, eine altershomogene Klasse), werden gezielte Lernziele verfolgt.

Fachorientierter Unterricht:

Fachorientierter Unterricht wird in den Bereichen UMZG (= Umgang mit Mengen, Zahlen und Größen), Sport/Schwimmen, Werken, Kunst, Musik und Hauswirtschaftslehre angeboten.
Die Inhalte des fachorientierten Unterrichts finden sich auch meistens im Vorhabenunterricht wieder.

Werkunterricht:

• Umwelt- und Materialerfahrung sammeln
• Gestaltungstechniken kennen lernen, anwenden und zu Werktechniken
herausbilden
• Umwelt mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten mit gestalten
• Werkzeuge kennen und für sich nutzen lernen
• miteinander gestalten
• Ästhetisches und produktorientiertes Handeln kennen lernen
• Stärkung des I C H und entwickeln von Kompetenzen für die Zeit nach der
Schule

Datenquelle: Eingabe durch Schule. Stand: 28.02.2008.
 

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